Zu TB-500 wird viel diskutiert, selten mit Kontext. Hier stehen zuerst die Grundlagen in geordneter Reihenfolge, danach die praktischen Hinweise.
Zuletzt geprüft am 2026-05-22. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
=== Historische Forschungsgruppen === Die USA hatten ein großes Interesse daran, den Zweiten Weltkrieg möglichst schnell historisch auszuwerten. Um die Geschichte von beiden Seiten zu beleuchten, wurde die Operational History (German) Section der United States Army gegründet, die frühzeitig mit der Befragung hochrangiger deutscher Offiziere begann. Deren Bereitschaft zur Kooperation war unter anderem in ihrer materiellen Situation begründet. Nach den Urteilen in den Nürnberger Prozessen ließ die Kooperationsbereitschaft zunächst nach. Zugleich war man bereit, die Westalliierten im Kampf gegen den Bolschewismus zu unterstützen, womit zum Beispiel Generaloberst a. D. Franz Halder, der deutsche Leiter der Sektion, seine Bereitschaft zur weiteren Mitarbeit begründete. Ab 1947 wurde die Arbeit über die historische Forschung hinaus auf taktische Fragestellungen ausgedehnt, um die deutschen Erfahrungen im Kampf mit der Roten Armee zu nutzen. Nach und nach kamen Ausarbeitungen zur künftigen Verteidigung Westeuropas hinzu, das heißt erste Überlegungen für eine deutsche Wiederbewaffnung. Der Wert dieser deutschen Arbeiten für die US-Streitkräfte zeigte sich unter anderem daran, dass Halder mit dem Civilian Service Award die höchste Auszeichnung für Zivilbedienstete der US-Streitkräfte erhielt. Im Deutschen Generalslager Bellaria, das als Internierungslager dem Deutschen Hauptquartier Bellaria (s. o.) unterstand, wurden von deutschen Offizieren im britischen Auftrag Ausarbeitungen zum Kriegsgeschehen in Italien erstellt.
Quellen: de.wikipedia.org
Eine ähnliche Entwicklung gab es bei der Forschungsgruppe der United States Navy, dem Naval Historical Team in Bremerhaven. Auch hier traten zu den ursprünglichen historischen Arbeiten und Studien über einen möglichen Seekrieg gegen die Sowjetunion Überlegungen für eine neue westdeutsche Marine, die unter der Leitung des Konteradmirals a. D. Gerhard Wagner in zwei Denkschriften niederlegt wurden. Das Information Office der britischen Royal Admiralty ließ ebenfalls, wenn auch in kleinerem Umfang, durch deutsche Experten Studien zur Seekriegsführung erstellen.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Geheimdienstliche Gruppen === Die sich abzeichnende Konfrontation mit der Sowjetunion steigerte das Informationsbedürfnis über deren Streitkräfte. Das Interesse der Westalliierten richtete sich zunächst auf deutsche Offiziere, die über Expertise über die Rote Armee verfügten. Als größte der für geheimdienstliche Aufgaben eingerichteten Dienststellen entstand im Juni 1946 die Organisation Gehlen, die aus der Abteilung Fremde Heere Ost des Generalstabs des Heeres hervorgegangen war und einen Teil der US-Armee bildete. Für Aufklärungs- und Agenteneinsätze im Ostseeraum bildete die britische Royal Navy den British Baltic Fishery Protection Service (BBFPS) als Tarnorganisation für den Geheimdienst MI6. Sie verfügte über Schnellboote mit deutscher Besatzung, die für die elektronische Aufklärung und zum Absetzen von Agenten im Baltikum eingesetzt wurden. Die US-Streitkräfte beabsichtigten den Aufbau einer ähnlichen Einheit im Rahmen der Organisation Gehlen. Dafür sollten zwei Schnellboote der Labor Service Unit (B) hergerichtet werden. Außerdem hatte Gehlen persönlich ein ehemals deutsches Schnellboot aus Dänemark besorgt. Diese Pläne wurden nicht umgesetzt und es blieb bei einer Stabsstruktur unter Leitung des Kapitäns zur See a. D. von Druschki, die gelegentlich mit dem BBFPS zusammenarbeitete.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Entwicklung bis 1950 === In der ersten Phase nach dem Kriegsende bestand die Aufgabe der Dienstgruppen in erster Linie in der geordneten Auflösung der Wehrmacht und in zweiter Linie in der Gewährleistung öffentlicher Funktionen in Deutschland. Später traten die Unterstützung der alliierten Streitkräfte und schließlich die Vorbereitung der westdeutschen Wiederbewaffnung hinzu. Aus deutscher Sicht leisteten die Dienstgruppen bereits 1950 einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit der alliierten Streitkräfte. Diese Unterstützung wurde seitens der Regierung Adenauer als im deutschen Interesse stehend bewertet. Sie stellte allerdings keinen deutschen Verteidigungsbeitrag im Sinne eigener Truppen dar. Die Frage der Bewaffnung Westdeutschlands stellte sich den Alliierten ab 1947 angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Sowjetunion. Weitere Ereignisse, die die Entwicklung in dieser Richtung beschleunigten, waren die Gründung der Westunion 1948, der NATO 1949 und der Koreakrieg ab 1950. Im Laufe des Jahres 1950 fanden intensive Gespräche zwischen der Bundesregierung und den Westalliierten über die Rolle der Dienstgruppen beim Aufbau westdeutscher Streitkräfte statt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Dienstgruppen etwa 145.000 Angehörige, davon 80.000 in der amerikanischen, 35.000 in der britischen und 30.000 in der französischen Zone. Einer der verschiedenen Vorschläge zur Stärkung der Dienstgruppen im Sinne eines deutschen Verteidigungsbeitrags sah einen raschen Aufwuchs auf 200.000 Mann vor.
Quellen: de.wikipedia.org
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