Zu TB-500 wird viel diskutiert, selten mit Kontext. Hier stehen zuerst die Grundlagen in geordneter Reihenfolge, danach die praktischen Hinweise.
Geprüft am 2026-03-25. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
=== Status der Wehrmacht und ihrer Angehörigen === In Vorbereitung der deutschen Kapitulation hatten die westlichen Alliierten seit 1944 Pläne entwickelt, wie mit der erwarteten großen Zahl deutscher Kriegsgefangener umgegangen werden sollte. Im Rahmen der Operation Eclipse wurden die zum Zeitpunkt der Kapitulation noch bestehenden deutschen Streitkräfte zwar entwaffnet, jedoch nicht aufgelöst. Vielmehr wurden ihnen Aufenthaltsräume zugewiesen, in denen sie zunächst als möglichst intakte Organisation weiter bestehen und sich selbst versorgen und verwalten sollten, um eine geregelte Abwicklung zu gewährleisten. Insbesondere in der britischen Zone zögerte man mit der Auflösung, weil Premierminister Churchill bereits direkt nach dem Kriegsende einen Krieg mit der Sowjetunion befürchtete und sich die Möglichkeit erhalten wollte, deutsche Kräfte als Verstärkung einzusetzen. Erst Ende 1945 und auf erheblichen sowjetischen Druck wurde die Auflösung der Wehrmacht beschleunigt. Die deutschen Soldaten wurden im US-amerikanischen Bereich als „Disarmed Enemy Forces“, im britischen Bereich als „Surrendered Enemy Personnel“ (SEP; deutsch etwa: Feindpersonal, das sich ergeben hat) bezeichnet und nicht als Kriegsgefangene, wodurch sich die Alliierten der völkerrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Kriegsgefangenen vor allem hinsichtlich der Bezahlung entledigen wollten. Der rechtliche Status der in verschiedene Dienstgruppen übernommenen deutschen Soldaten blieb über längere Zeit ungeklärt.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Situation in Deutschland === Außer zur Aufrechterhaltung der Disziplin und geordneten Abwicklung wollten die Alliierten für verschiedene Unterstützungsaufgaben einschließlich der Sicherstellung der weitgehend zusammengebrochenen öffentlichen Funktionen auf militärisch organisiertes Personal der früheren Wehrmacht zurückgreifen können. Unter anderem wurden bereits unmittelbar nach dem Kriegsende Teile der Kriegsmarine zu dem unter britischer Aufsicht stehenden Deutschen Minenräumdienst (DMRD) zusammengefasst und für die Räumung von Seeminen eingesetzt. Der DMRD hatte zeitweilig etwa 27.000 Angehörige. Um die deutschen Gefangenen für Arbeitseinsätze zu organisieren, wurden in der britischen Besatzungszone ab Juli 1945 zunächst so genannte Arbeitskompanien aufgestellt. Am 1. Oktober 1945 wurde der deutsche Labour Service aufgestellt, dem Anfang 1946 etwa 140.000 deutsche Gefangene angehörten. Geführt wurden sie vom Wehrmachtstab Nord in Hamburg, der am 21. November 1945 in Deutsches Hauptquartier Nord umbenannt wurde, um sowjetischen Protesten gegen die zu langsame Auflösung der Wehrmacht zu begegnen. In den folgenden Monaten wurden die britischen Dienstgruppen reduziert und umstrukturiert, so dass sie bis zum Tag der offiziellen Auflösung der Wehrmacht am 20. August 1946 nicht mehr vormaligen deutschen Verbänden entsprachen. Die Luftwaffen- und Heeresdienstgruppen wurden bis zum 1. August, der DMRD bis zum 31. Dezember 1947 aufgelöst.
Quellen: de.wikipedia.org
In der amerikanischen Besatzungszone gab es ebenfalls Unterstützungseinheiten zur Auflösung der Wehrmacht, wie zum Beispiel der Dienstgruppe der US Navy in Bremerhaven, die die Übergabe deutscher Kriegsschiffe an die Siegermächte abwickelte. Darüber hinaus wurden in den US-besetzten Gebieten Kriegsgefangene in großem Umfang für Arbeitsaufgaben eingesetzt. Schon am Tag der Kapitulation 1945 befanden sich etwa 750.000 deutsche und italienische Gefangene im Arbeitseinsatz der US-Streitkräfte. Ende 1945 waren noch 250.000 Deutsche Angehörige des US-amerikanischen Labor Service. In der französischen Besatzungszone gab es hingegen zunächst keine derartigen Einrichtungen.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Wehrmachtsteile in Italien === In Italien befanden sich zum Zeitpunkt der Kapitulation Wehrmachtsteile mit etwa einer halben Million Angehörigen. Wie in Deutschland wurden sie nicht als Kriegsgefangene, sondern als Surrendered Enemy Personnel behandelt. Die etwa 150.000 Soldaten in britischem Gewahrsam wurden im Großraum Rimini – Cervia zusammengefasst („SEP-Enklave Rimini“). Mit ihrer Führung wurde das Deutsche Hauptquartier Bellaria beauftragt, das aus dem Stab des LXXVI. Panzerkorps gebildet wurde. Ab August 1945 wurden Arbeitseinheiten gebildet, die in ganz Italien eingesetzt wurden, darunter allein 10.000 in Neapel. Außerdem wurden die höherrangigen Offiziere mit militärhistorischen Studien beauftragt (s. u.). Zugleich begann die Reduzierung des Personals durch Entlassungen. Im Herbst 1946 wurde das Hauptquartier zu einer deutschen Verbindungsstelle herabgestuft, und Ende April 1947 wurde die SEP-Enklave Rimini aufgelöst.
Quellen: de.wikipedia.org
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